Der Phosphorkreislauf

Der Phosphorkreislauf im Salzwasseraquarium - von Joachim Frische.

Im Wasser eines Meerwasseraquariums findet sich Phosphor zum überwiegenden Teil als HPO42-. Daneben ist Phosphor auch in anderen organischen und anorganischen Verbindungen enthalten. Noch vor wenigen Jahren wurde dieser Substanz nur wenig Bedeutung beigemessen. Heute wissen wir jedoch, dass Phosphor ein essenzielles Element ist. Erhöhte Phosphatkonzentrationen wirken allerdings stark negativ auf bestimmte Stoffwechselvorgänge.

Jedes Lebewesen hat in seinen Zellen Phosphat eingelagert. Viele lebenswichtige Kreisläufe laufen unter dem Einfluss von Phosphat ab. Negativ wirkt Phosphat dann, wenn es nützliche Substanzen bindet oder sich statt derer im Organismus einlagert. Die Reaktionsabläufe werden dadurch gestört oder gar ganz unterbunden. Ein Beispiel ist die Calciumsynthese der Steinkorallen. Das Calcium wird vom Phosphat gebunden und ist somit für Steinkorallen nicht mehr verfügbar. So bewirken hohe Phosphatkonzentrationen, dass Steinkorallen im Wuchs stagnieren.

Wie Nitrat gelangt auch Phosphat zu einem großen Prozentsatz über das Futter ins Aquarium. Durch sich zersetzende organische Materie wird ebenfalls Phosphat freigesetzt.

Ein Teil des Phosphats wird von Algen aufgenommen, ein anderer Teil bindet sich an organische Substanzen und wird über den Eiweißschaum aus dem Wasser entfernt. Beide Vorgänge sind allerdings nicht sonderlich effizient.

Seit einiger Zeit bietet der Fachhandel verschiedene Möglichkeiten an, um das Phosphat aus dem Wasser zu entfernen. Besonders bewährt haben sich dabei die nachfolgenden zwei Methoden:

Methoden zur Phosphatreduktion

Die eine Methode arbeitet mit einem Flüssigreagenz, das dem Wasser zugesetzt wird und sich mit dem Phosphat verbindet. Die Verbindung wird anschließend durch den Eiweißabschäumer entfernt.

Bei der anderen Methode kommt ein fester Phosphatbinder zum Einsatz, der in einen Filtertopf gepackt wird. Das Material bindet das im vorbeiströmenden Wasser gelöste Phosphat zuverlässig. Nachdem die Bindungsfähigkeit des Materials erschöpft ist (festzustellen daran, dass der Phosphatgehalt wieder steigt), erfolgt ein Austausch mit neuem Granulat.

Gemessen wird der Phosphatgehalt unter Zuhilfenahme eines kolorimetrischen Tropftests.


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