Wesentliche Herstellungsverfahren

Im Allgemeinen spielen heute nur drei Herstellungsverfahren bei der Zierfischfuttermittelproduktion eine wesentliche Rolle.

Das Herstellungsverfahren ist entscheidend für die Qualität des Futters!
 

Walzengetrocknete Dünnschichtquellflocken  (Flockenfutter)


Rohstoffe und Zusatzstoffe werden mit Wasser vermischt. Es entsteht ein dünnflüssiger Brei. Dieser Brei wird über einen Trichter in einen Walzentrockner (eine beheizte, sich langsam drehende Trommel) geführt. Bereits im Einfülltrichter erhitzt sich die Masse und wird als dünner Film von der Trommel mitgenommen. Zusätzlich wird der Film vom mehreren Walzen an die heiße Trommel gedrückt. Durch die Einwirkung der hohen Temperatur (ca. 180°C) auf den dünnen Film, verdunstet das Wasser bereits während der Herstellung. Die Flocke verlässt bereits fertig den Walzentrockner.

Heute werden in der Regel bereits fertige Extrudate, eventuell vermischt mit anderen Rohstoffen zu Futterflocken verarbeitet.
 

Extrudate (Granulate)


Granulate werden mittels Extrusion hergestellt.

Die Rohstoffe und Zusatzstoffe werden vermahlen und gemischt. Das Gemisch wird unter Zufuhr von Feuchtigkeit über einen Trichter einer Wellenschneckenmaschine (Extruder) zugeführt, deren Durchmesser sich dem Ausgang zu etwas verjüngt. Dadurch kommt es kurz vor der Matrize (eine Stahlplatte mit Bohrungen), durch die das Gemisch gepresst wird, zu Hitzeentwicklung und hohen Drücken. Je nach Verfahren beträgt der Druck 4-60 bar.

Das Verhalten der Stärke, die bei Wärmeeinwirkung verkleistert, und der hohe Druck sorgen dafür, dass das Korn, das die Matrize verlässt, nicht wieder zerfällt.

Anschließend wird das Rohkorn getrocknet, gehämmert (gebrochen) und mehrmals gesiebt, so dass die verschiedenen Größen voneinander getrennt werden.

Auch beim Extrudieren von Granulaten kann es zu hohen Temperaturen bis 180°C kommen. Beim Niedrigtemperaturverfahren (bei Naturefood) liegen die Temperaturen jedoch nur zwischen 45 und 60°C.
 

Pellets


Zur Pelletherstellung werden meist Extrudate oder Expandate (eine verwandte Herstellungstechnik) verwendet.

Das verwendete Grundfuttermittel wird in einer Presse verdichtet und mittels Rollen durch eine Matrize gedrückt. Direkt beim Austritt aus der Matrize werden die Presslinge durch ein rotierendes Messer auf die gewünschte Größe geschnitten.

Danach werden sie getrocknet.

Beim Pelletieren entstehen Temperaturen, je nach Verfahren, von 45 °C bis zu 95 °C.

Leider werden in aller Regel zum Pelletieren bereits hocherhitzte Extrudate verwendet. Grundsätzlich sind Pellets nicht sonderlich geeignet, da sie bei der Herstellung mehrmals erhitzt werden.
 



Die Empfehlungen von Naturefood:

- Füttern Sie auschließlich Extrudate und Hochdruckgranulate, die im Niedrigtemperaturverfahren hergestellt wurden (zu Erfragen beim Hersteller oder Zoofachhändler)

- Füttern Sie dazu möglichst viel pflanzliches oder tierisches Rohfutter/Naturfutter


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