Der Sauerstoffgehalt

Begleiterscheinung vieler Krankheiten unserer Pfleglinge ist außer Fressunlust heftiges Atmen. Kranke Tiere leiden schnell unter Sauerstoffmangel!



Eine hundertprozentige Anreicherung (Sättigung) des Wassers mit Sauerstoff (O2) ist unter aquaristischen Bedingungen schwer zu erreichen. Der Sättigungsgrad des Aquarienwassers sinkt auch in gut funktionierenden Becken manchmal auf nur etwa 80%. Das ist für gesundeFische noch ausreichend. Wenn der Sättigungsgrad jedoch nur um einige weitere Prozentpunkte sinkt, leiden Zierfische unter Sauerstoffmangel. Das heißt also, dass das heftige Atmen auf einen erhöhten Sauerstoffbedarf bei Krankheit zurückzuführen ist und somit kein Krankheitssymptom, sondern lediglich eine Begleiterscheinung darstellt.

Zu erkennen ist Sauerstoffmangel an heftigem Atmen. Bei starkem Sauerstoffmangel stehen die Tiere schräg zur Wasseroberfläche und schnappen nach Luft. Andere Arten wiederum pumpen so stark, dass sich der ganze Körper auf und ab bewegt. Das sind die allerletzten Alarmsignale vor dem Erstickungstod.

Grundsätzlich gilt, dass der Sauerstoffgehalt der Sättigung möglichst nahe sein sollte. Insbesondere in Aquarien ohne Wasserpflanzen, oder bei Nacht, wenn die Pflanzen keinen Sauerstoff abgeben, ist der Sauerstoffgehalt niedriger. Der Sauerstoffverbrauch steigt natürlich bei höherem Fischbesatz oder bei erhöhtem Sauerstoffbedarf; z.B. nach den Fütterungen.

Um einen weitgehend konstanten Sauerstoffgehalt zu erzielen, sollten Sie geeignete Maßnahmen treffen:

Außer Pflanzen reichern alle Geräte, die als Haupt- oder Nebeneffekt für Wasserbewegung und vor allem für Oberflächenbewegung sorgen das Aquarienwasser mit O2 an. In erster Linie sind dies:

- Filtration

- Strömungspumpe

- Durchlüfterpumpe mit Ausströmerstein

Achten sie darauf, dass diese Geräte immer für genügend Wasserbewegung sorgen können. Verschutzte Filter, im Ansaugbereich verstopfte Strömungspumpen oder mit Salz zugesetzte Ausströmersteine sind in ihrer Funktion stark eingeschränkt. Wenn Sie "plötzlichen" Sauerstoffmangel feststellen, überprüfen Sie bevor Sie auf schlimmeres schließen diese Geräte.

Und noch ein Tipp: Für eine optimale Sauerstoffanreicherung sorgt eine kräftige Oberflächenbewegung des Wassers. Führen Sie das Ausflussrohr der Strömungspumpe oder des Filters immer von schräg unten gegen die Wasseroberfläche nach oben. Das Ausflussrohr sollte dabei 5-10mm unter der Wasseroberfläche enden. Sie können den Druck und somit die Strömung erhöhen, indem Sie das Ausflussruhr am Ende erwärmen, bis es sich verformen lässt. Dann drücken Sie es mit einem geeigneten Werkzeug soweit platt, dass das Wasser nur noch durch einen schmalen Schlitz ausströmen kann. Der Zoohandel bietet spezielle Ausflussrohre an, die diesen Zweck hervorragend erfüllen. Achten Sie jedoch immer darauf, dass die Strömung ein der gehälterten Fischart entsprechendes Maß nicht übersteigt.


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